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Ursache unserer verstorbenen oder euthanasierten Segler
Verein Mauersegler- und Alpensegler Förderung
Viele Vögel sterben an Glasfassaden, Windrädern, Verkehr – und Freigänger-Katzen sind für verletzte oder geschwächte Tiere ein sehr grosses zusätzliches Risiko. Mauersegler und Alpensegler gehören zu den Arten, die sowohl von Gebäuden als auch von Windenergie und dem Verlust ihrer Brutplätze betroffen sind.
Hauptgefahren für Mauer- und Alpensegler
Da Mauer- und Alpensegler versteckt an Gebäuden brüten, etwa unter Ziegeln, in Mauerlöchern oder in Nistkästen sodass ihre Brutplätze bei Sanierungen öfters zerstört werden. Zusätzlich kollidieren sie beim Zug ins Überwinterungsgebiet und Nahrungssuche in Städten mit Glasfassaden oder Stromleitungen.
Auch Windenergieanlagen treffen einzelne Segler beim nächtlichen oder wetterbedingt tieferen Flug. Wenn Tiere nach solchen Kollisionen benommen oder flugunfähig zu Boden gehen, werden sie leicht zur Beute von Katzen. Freigänger töten in der Schweiz tausende von Vögeln.
Wie der Mensch das Problem lösen kann
Glas vogelfreundlich machen (Muster, Markierungen, Streifen, Aussenstrukturen), besonders an grossen Scheiben und Durchblicken, die wie Flugkorridore wirken.
Bei Gebäudesanierungen Nistplätze von Mauer- und Alpenseglern erfassen und erhalten, alte ersetzen und mit geeigneten neuen Nistkästen ersetzen.
Katzen während der Hauptbrut- und Aufzuchtzeit häufig im Haus behalten bzw. nur zu Zeiten rauslassen, in denen wenig Vögel aktiv sind.
Windenergieanlagen möglichst nicht in Hauptzugkorridoren von Zugvögeln oder in unmittelbarer Nähe bedeutender Rast- und Brutgebiete (z.B. Feuchtgebiete, Küstenzugrouten, errichten.
Technische Systeme (Radar, Kamera-/Sensorsysteme, Detektionssoftware) einsetzen, die anfliegende Vögelerkennen und bei Kollisionsrisiko automatische Abschaltungen oder Drehzahlreduzierung auslösen.
Eventuell würde sich die Problematik auf Mauersegler, Alpensegler und viele andere Arten etwas verringern.
Mauersegler meiner Kolonie in Rümlang werden durch Flugzeuge getötet, weil begrünte Flächen sie in die Gefahrenzone locken.
Mauersegler jagen Insekten in der Luft und werden durch insektenreiche Strukturen wie begrünte Flächen, Blühstreifen oder Feuchtbereiche angezogen, die in den Infrastrukturen von Flughäfen liegen. In Flughafennähe bedeutet dies, dass intensiv jagende Vögel in genau jenem Luftraum unterwegs sind, in dem auch startende und landende Flugzeuge fliegen, was zu Kollisionen führt.
Wie der Flughafenbetreiber das Problem lösen kann
Klärung, welche Flächen (Begrünungen, Teiche, Blühstreifen im
direkten An- und Abflugsektor besonders viele Insekten und damit jagenden Mauersegler anziehen.
Prüfung, ob diese Flächen im Sicherheitsperimeter des Flughafens anders bewirtschaftet oder umgestaltet werden können, um die Insektenkonzentration im kritischen Luftraum zu verringern (z.B. Pflanzenwahl, Mahdregime, Vermeidung stehender Gewässer).
Flächen so gestalten, dass sie diese Art Vögel nicht anziehen
Auf den Flächen um das Flughafenareal Grasbestände ohne Struktur anlegen !
Dezember 2025
Silvia Volpi
